Labkraut, Echtes

Taxonomie

Spermatophyta ⇛ Magnoliopsida ⇒ Rubiales → Rubiaceae (Rötegewächse)

Botanischer Name

Galium verum

Volksnamen

Bettstroh, Gelber Butterstiel, Gelbes Käselab, Herzbresten, Lauritzen, Magerkraut, Muttergottesbettstroh

Galerie

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Beschreibung

Das Echte Labkraut ist eine ausdauernde bis 70 cm hoch wachsende Pflanze. Der Stängel ist aufrecht wachsend und rundlich. Die Blüten sind zu 8-12 quirlig angeordnet, am Rand gerollt und an der Unterseite leicht behaart. Schon wenn man in der Nähe ist riecht es intensiv süß. Der Duft erinnert an Honig.

Lebensraum

Wald- und Wegränder, trockene Wiesen

Blütezeit

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec
 

Sammelzeit

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec
 

Verbreitung

Europa, Kleinasien

Verwertbare Teile

Kraut ohne Wurzel

Verwendung

Das Kraut begleitet den Menschen schon seit Urzeiten. Dieses belegen Funde aus früheren Pfahlbauten, in denen man Unmengen an Samen gefunden hat. Man geht davon aus, dass es unsere Vorfahren als Labferment zur Käseherstellung benutzt haben, wie es auch noch vor nicht all zu langer Zeit in bäuerlichen Gegenden Bayerns Sitte war. Mittelalterliche Kräuterbücher berichten von einer stopfenden und geschwulstzerteilenden Wirkung. Der Saft der Pflanze soll auch bei Krätze, Milchschorf und diversen Hautkrankheiten geholfen haben. Es wirkt harntreibend und entschlackend. In der heutigen Zeit findet das Kraut nur noch eher selten Anwendung.

Anwendung

Tee

Inhaltsstoffe

Kieselsäure, Gerbstoffe, Glycoside, organische Säuren, etwas Ätherisches Öl, Flavonoide

Geschichtliches

Heidnische Bräuche ordneten dieses Kraut der germanischen Mythologie zu, in der es der Göttin der Fruchtbarkeit, Freya, geweiht war. Der Volksname 'Bettstroh' stammte aus dieser Zeit. Es war eine "Frauenpflanze", da es als Strohlager und über das Bett gehängt als Geburtserleichterung angesehen wurde. Bis heute wird diese Pflanze der Jungfrau Maria zugeordnet. Es findet immer noch als Kräuterbüschel an Maria Himmelfahrt (15. August) Anwendung.