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Euphrasia nemorosa

(Hain-Augentrost)

Taxonomie

Spermatophyta ⇛ Magnoliopsida ⇒ Scrophulariales → Scrophulariaceae (Braunwurzgewächse)

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Blütezeiten

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Sammelzeiten

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Weitere Bezeichnungen, Volksnamen

Augenkraut, Augenklar, Augengras, Hungerblume, Augendank, Augustinuskraut, Gibinix, Grummetblume, Herbstblümle, Milchdieb, Milchschelen, Wegleuchte, Wiesenwolf,

Pflanzenbeschreibung

So unscheinbar sie auch wirken mag, so kommt sie doch eher häufig vor. Zu finden ist die Pflanze auf Wiesen, wo sie bis zu 30 cm hoch wird. Zu sehen ist Augentrost aber auch in den Alpen, wo es vielleicht noch Größen von 5 cm aufweist, und es nur noch entdeckt wird, wenn man sich zufällig gerade bückt. Sie ist eine einjährige, aufrecht stehende Pflanze. Die Blätter sind stark verzahnt. Die Blüten sind weiß bis violett und haben als auffallendes Merkmal einen gelben Fleck in der Mitte.

Globales Vorkommen

Europa, vor allem Mittel- und Süddeutschland, Italien, Balkanländer, Russland

Habitat

Wiesen, Alm, Berghänge, Wegränder

Verwertbare Pflanzenteile

Kraut ohne Wurzel

Verwendung

Diese Pflanze ist für die innere und äußere Anwendung (Umschläge) geeignet. Unumstritten ist die heilende Wirkung bei Augenleiden. So ist die Pflanze Bestandteil in Augentropfen und wirkt zusätzlich als Tee getrunken unterstützend bei der Heilung. Einsatz findet es u.a. bei Bindehautentzündung, Augenermüdung, bei äußeren Verletzungen der Hornhaut und bei Brennen der Augen.

Inhaltsstoffe

Aucubin, Iridoidglycoside, Lignane, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, etwas ätherisches Öl

Anwendung als ...

Tee, Umschläge, Waschungen

Verwechslungen

mit vielen anderen Augentrostarten

Geschichtliches

Erwähnung findet die Pflanze das erste Mal 1485 im "Gart der Gesundheit". Es ist die Erstauflage vom 'Buch der Medizin', welches u. a. Rezepturvorschläge beinhaltet. Im späten Mittelalter kommt die Pflanze in fast jedem Kräuterbuch vor. Die Form und Farbe der Blüten erinnern sehr an das Aussehen bei Augenleiden, z.B. Blutunterlaufungen, und zeigte auf, dass diese Pflanze gegen diese Leiden ein Heilmittel sein muss. Heute findet sie noch Anwendung in der klassischen, sowie Volksmedizin.