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Aconitum napellus

(Eisenhut, Blauer)

Taxonomie

Spermatophyta ⇛ Magnoliopsida ⇒ Ranunculales → Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)

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Blütezeiten

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Weitere Bezeichnungen, Volksnamen

Sturmhut, Fuchswurz, Wolfskraut, Tübeli, Venuswagen, Giftkraut

Pflanzenbeschreibung

Eine wunderschöne Pflanze und doch ein äußerst stark giftiger Vertreter unserer Heimat ist der Blaue Eisenhut. Man nennt ihn nicht ohne Grund die giftigste Pflanze unserer Region. Es ist eine ausdauernde, krautig wachsende bis 1,5 m hohe Pflanze mit aufrechtem Stängel. Die Blätter sind gefingert und erinnern mehr an Beifußblätter. Die rübenartige Wurzel überwintert im Boden. Giftig ist die komplette Pflanze. Vergiftungen können durch orale Einnahme, als auch durch das bloße Anfassen entstehen.

Globales Vorkommen

Europa, meist Mittelgebirge und Alpen

Habitat

bevorzugt leicht schattige Plätze auf feuchten Böden, Bachufer, Hochstaudenflure

Inhaltsstoffe

Alkaloide (Aconitin),

Anwendung als ...

Tödlich giftig!

Wirkung

Erste Vergiftungserscheinungen: 10 - 20 min; oral: Brennen und Kribbeln im Mund, an den Zehen und Fingern; Schweißausbrüche am ganzen Körper mit Frösteln; Übelkeit mit Erbrechen, Schmerzen im oberen Körperbereich, Herzschmerzen; schnelle Atmung, danach Atemstillstand und Herzlähmung; Tod bei erhaltendem Bewusstsein

Verwechslungen

Verwechslungen mit der Meerrettichwurzel sind aus früheren Zeiten dokumentiert. Auch Suizidabsichten sind immer noch aktuell. Dabei wurden und werden Blätter, Blüten oder Wurzelteile getrocknet oder frisch eingenommen.
s. auch Gelber Eisenhut

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Sofort ins Krankenhaus! Erbrechen hervorrufen, Kohle einnehmen,

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Giftpflanze des Jahres 2005

Geschichtliches

Der Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Deutschlands. Er wurde früher zur Herstellung von Giftpfeilen verwendet. Heute wird er in der Medizin zur Herstellung schmerzstillender Präparate verwendet.
In der mitteleuropäischen Heilkunst ist Eisenhut kein Thema mehr. Lediglich in der TCM oder indischen Heilkunst werden eisenhuthaltige Präparate verwendet, wobei aber auszugehen ist, dass meistens nicht bekannt ist, in welchen Dosen sie angewandt werden.