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Asarum europaeum

(Haselwurz, Europäische)

Taxonomie

Spermatophyta ⇛ Magnoliopsida ⇒ Aristolochiales → Aristolochiaceae (Osterluzeigewächse)

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Blütezeiten

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Sammelzeiten

Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Weitere Bezeichnungen, Volksnamen

Brechwurzel, Hasenblatt, Scheibelkraut

Pflanzenbeschreibung

Es sind mehr als 70 Arten bekannt. Das in Europa vorkommende Haselwurz, ist eine mehrjährige, immergrüne, liegende Pflanze mit schlanken Rhizomen, die stark nach Ingwer riechen. Die Blätter sind rundlich-nierenförmig und glänzend dunkelgrün. Die urnenförmigen, in Bodennähe vorkommenden Blüten sind purpur bis braun.

Globales Vorkommen

Europa, Asien, Nordamerika

Habitat

Mischwälder, Laubwälder, nährstoffreiche Böden

Verwertbare Pflanzenteile

Stängel, Blattstiele, Wurzelstock, frische Blätter

Nutzung in der Küche & Outdoor

Stängel und Blattstiele als scharfe Würze für Speisen (Pfeffer- bzw. Ingwerersatz)
Vorsicht! Äußerst sparsam gebrauchen!

Verwendung

Alle vorkommenden Asarum-Arten finden medizinische Anwendung. Sie werden als anregendes wärmendes Mittel bei Apathie gebraucht. Früher wurde es auch als Brechmittel, zur erhöhten Menstruationsförderung und für illegale Abtreibungen verwendet.
Haselwurz wird als Homöopathikum angeboten und wirkt bei Bronchial- sowie Magen- und Darmbeschwerden.
Die Blätter riechen nach Pfeffer oder Ingwer, stellen aber keinen Ersatz dafür dar.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl mit Asaron (kampferähnlicher Stoff), Flavonoide, Gerbstoffe, Zucker, Harz, Stärke

Anwendung als ...

Gewürz

Wirkung

Bei einem Geschmackstest wird die Zunge lokal anästhetisiert.
Bei hoher Dosis: Brennen im Mund, Übelkeit und Erbrechen, Magenbeschwerden, Atemlähmung

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Kohlezufuhr, Erbrechen herbeiführen
bei Atemlähmung Mund-zu-Mund-Beatmung

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Ein ätherisches Öl mit Asaron (giftig) kann bei Überdosierung zu Erbrechen führen. Die Wirksamkeit ist regional sehr schwankend. Bei Überdosierung kann es zu Organschäden mit Todesfolge kommen.